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web2get großes Lexikon rund um DVD und CDs für Interessierte ! Teil 5
Lexikon CDs / DVD Rohlinge 5
DVD Brennen:
Für das Brennen einer DVD ist kein Glasmaster erforderlich, sondern nur ein Computer, ein DVD Brenner und Brenn Software.
Für das Brennen werden DVD Rohlinge, die in unterschiedlichen Qualitäten als DVD-R, DVD+R, DVD-RW und DVD+RW erhältlich sind, benötigt. Durch die verschiedenen DVD Formate besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass die gebrannte DVD auf einigen DVD Playern nicht abspielbar sein wird. Deswegen sollte man sich nach der Kompatibilität des Brenners und der gewünschten Abspielgeräte vor dem Kauf der Rohlinge genau erkundigen. Einige DVD Brenner bieten die Möglichkeit, DVD+R und DVD+RW Rohlinge mit dem Booktype DVD-ROM zu kennzeichnen und dadurch deren Akzeptanz durch DVD Abspielgeräte deutlich zu erhöhen.
DVD Labelaufdruck / Beschriftung:
Für den Labelaufdruck der DVD stehen, ebenso wie der CD, verschiedene Drucktechniken zur Verfügung:
-Siebdruck: Im Siebdruckverfahren sind bis zu 6 Labelfarben möglich, es können Schmuckfarben (HKS oder Pantone) gewählt werden. Das Siebdruckverfahren ist derzeit die gängigste Variante, um CDs oder DVD zu bedrucken, wird aber zunehmend vom Offsetdruck verdrängt. Der Siebdruck ist geeignet für gepresste CDs und DVD, auch die Rohlingsbedruckung im Siebdruck ist möglich, im Siebdruck sind die Farben sehr brillant.
-Trockenoffsetdruck: Im Trockenoffsetverfahren sind 4 Labelfarben möglich (CMYK), kombiniert mit dem Siebdruck bis zu 6 Labelfarben (CMYK im Offset und zusätzlich weiß Vollfläche und eine Schmuckfarbe oder Glanzlack im Siebdruck). Auf Grund der höheren Auflösung als im Siebdruck ist der Offsetdruck ideal für fotorealistische Darstellungen. Seit Anfang 2004 ist der Offsetdruck nicht nur für gepresste CDs und DVD, sondern auch für CD Rohlinge und DVD Rohlinge möglich.
-Thermotransferdruck: Bei diesem Druckverfahren wird mit speziellen Druckern Farbe von einem Farbband durch Erhitzung des Druckkopfes auf die CD oder DVD übertragen. Technisch bedingt ist das Druckverfahren eher für Schriften und Logos geeignet. In der Praxis wird dieses Verfahren bei kleinen Auflagen (gebrannte CDs und DVD) angewendet.
-ThermoREtransferdruck: Das ThermoREtransferdruckverfahren ist die Weiterentwicklung des Thermotransferdrucks. Das Labelmotiv wird im Thermotransferdruck auf ein Übertragungsband gedruckt und davon dann eine Folie auf die CDs oder DVD aufgebracht. Diese Technik ermöglicht eine bessere Auflösung. So kann bereits bei Kleinstauflagen ein fotorealistischer Druck erreicht werden.
-Tintenstrahldruck: Es gibt spezielle DVD- bzw. CD Rohlinge, welche gegenüber der Datenseite eine weiße Druckseite besitzen. Diese besteht aus einem speziellen, saugfähigen Material, welches ein Verlaufen der Tinte verhindern soll. Zum Bedrucken sind daher spezielle Drucker nötig, deren Technologie sich kaum von der unterscheidet, die zum Bedrucken von Papier genutzt wird. Daher gibt es auch Drucker, die sowohl CDs, DVD als auch Papier bedrucken können. Dieses Verfahren findet nur bei Heimanwendern und sehr kleinen Auflagen von gebrannten Medien Anwendung.
-Aufklebe-Label: Diese Methode ist dem Heimanwender nicht zu empfehlen. Wie bei einem Bimetall wölbt sich die DVD bei Temperaturunterschieden, da sich der Aufkleber und die Polycarbonat-Scheibe unterschiedlich stark ausdehnen. Im Gegensatz zu normalen CDs reichen bei einer DVD schon geringe Verzerrungen aus, so dass der Player die Daten nicht mehr lesen kann. Dieser Effekt wird durch die Wärme im Inneren eines DVD Players noch verstärkt, so dass beklebte DVD häufig erst nach einer gewissen Spieldauer ausfallen. Es sind spezielle DVD Aufkleber aus Kunststofffolie erhältlich, die sich gleichmäßig mit der Scheibe ausdehnen sollen.
-Manuelle Beschriftung: Mit Folienstiften, CD Markern und anderen Schreibern für glatte Flächen können DVD natürlich auch von Hand beschriftet und bemalt werden, welches die günstigste und schnellste Methode ist. DVD sind – anders als CDs – recht unempfindlich gegen Stifte, die die Oberfläche verkratzen oder chemisch angreifen können, da ihre Datenschicht mittig liegt und somit von einer relativ dicken Plastikschicht geschützt ist.
-Laser-Label Beschriftung: Erfolgt durch einen Laser direkt im Laufwerk. Dieses Verfahren setzt einen speziellen Brenner und geeignete Rohlinge voraus, die ein solches Verfahren beherrschen.
Das erste Laser-Beschriftungssystem wurde von Hewlett Packard unter dem Namen Lightscribe entwickelt, bei dem eine komplette bronzefarbene Beschriftung je nach Qualitätsstufe zwischen 17 und 32 Minuten dauert.
An dieses Verfahren anknüpfend, wurde von Yamaha eine ähnliche Technologie namens Labelflash entwickelt. Auch mit ihr wird der Rohling im Brenner per Laser beschriftet, erzeugt jedoch einen blauen Aufdruck auf der Label-Seite. Die Beschriftungsdauer liegt bei 5 Minuten in bester Qualität, welche 1000 dpi mit 256 Helligkeitsstufen bietet.
Einweg DVD:
Seit Jahren kann man immer wieder in regelmäßigen Abständen von einer neu erfundenen Einweg DVD hören, welche besonders den Spielfilmverleih von Videotheken revolutionieren soll. Dem Vorteil, dass man diese DVD der Videothek nicht mehr zurückbringen muss und somit auch Verzugsgebühren kein Thema mehr sind, steht der Nachteil des nicht ökologischen Konzepts gegenüber. Sobald die DVD aus der luftdicht verpackten Hülle entfernt wird und mit Sauerstoff in Berührung kommt, erfolgt eine chemische Reaktion, welche die DVD innerhalb von acht bis 48 Stunden unbrauchbar macht. Nach Ablauf dieser Zeit könnte dann die DVD vom Kunden einfach weggeworfen werden, weswegen diese DVD auch Wegwerf-DVD genannt wird.
Die Firma Flexplay hat eine solche Einweg DVD unter dem Namen EZ-D herausgebracht. Diese wurde ab September 2003 von Buena Vista Home Entertainment am US-Markt getestet, es erschienen Datenträger mit einem Film für etwa fünf bis sieben US-Dollar kurz vor dessen eigentlicher Premiere. Dieses Speichermedium fand jedoch nicht genug Käufer, so dass dieses Anfang 2004 bereits wieder aus den Verkaufsregalen verschwand. Ein ähnliches Verfahren stellte auch die Firma SpectraDisc vor, welches die Einweg DVD jedoch aufgrund von zu starker Lichtempfindlichkeit unbrauchbar machte.
DVD Ländercodes:
Gekaufte DVD werden seit dem Jahr 2000 mit Ländercodes versehen, damit sie nur auf bestimmten DVD Playern abgespielt werden können. Die Einstellung des Ländercodes wird im Authoring vorgenommen. die Ländercodes auf der DVD und dem Player müssen übereinstimmen, damit die DVD wiedergegeben werden kann. Ziel ist, eine weltweite Verbreitung zu unterdrücken um die zeitliche Verschiebung in der Veröffentlichung von Kinofilmen und preisliche Unterschiede berücksichtigen zu können.
Die Welt ist in sechs Regionen aufgeteilt, es gibt insgesamt neun DVD Ländercodes:
Code 0: überall abspielbar (so genannte ländercodefreie DVD)
Code 1: Ländercode für die Regionen USA/Kanada
Code 2: Ländercode für die Regionen Europa/Japan/Mittlerer Osten/Südafrika/Ägypten
Code 3: Ländercode für die Regionen Indonesien/Philippinen/Vietnam
Code 4: Ländercode für die Regionen Australien/Neuseeland/Südamerika/Mittelamerika/Pazifik
Code 5: Ländercode für die Region Russland und ehem. GUS-Staaten, Indien, Afrika
Code 6: Ländercode für die Region China
Code 7: reserviert für spätere Nutzung
Code 8: Internationales Gelände, z.B. auf Schiffen oder in Flugzeugen
DIVX DVD
Während heutzutage das DivX-Format als Videokompressionsalgorithmus bekannt ist, bezeichnet DIVX eine spezielle Pay-Per-View Variante in den USA, welche heute jedoch nicht mehr existiert. Im Jahr 1998 kam die Idee auf, zu den damals noch erheblich teureren DVD eine Billigvariante anzubieten, die 48 Stunden lang kostenlos abgespielt werden konnte, jede darüber hinausgehende Nutzung kostenpflichtig wurde. Zur Dekodierung und Abrechnung der Filme wurden spezielle Player benötigt, die, mit einem Modem ausgestattet, sich regelmäßig mit einem speziellen Server verbanden, um Abrechnungsdaten zu übertragen.
DIVX benutzte ein MPEG-2-Derivat, welches mit speziellen DIVX-Flags zur Identifizierung und Dekodierung des Films versehen war. Letzten Endes konnte sich das System der DVD gegenüber nicht durchsetzen und endete nach nur einem Jahr als Flop. DIVX DVD sind heute nicht mehr abspielbar.
DVD Alternativen:
Enhanced Versatile Disc (EVD) - aus China
Finalized Versatile Disc (FVD) - aus Taiwan
DVD Nachfolger:
Blu-ray Disc (Blu-ray)
High Density Digital Versatile Disc (HD-DVD) - von der HD-DVD Promotion Group
Professional Disc for Data (PDD) - von Sony
Professional Disc for Broadcast (PDB) - von Sony
Ultra Density Optical (UDO) - von Plasmon
Holographic Versatile Disc (HVD)